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How-To Workshop-Planung Teil 3: Warm-Ups

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Im zweiten Teil unseres How-Tos Workshop-Planung haben wir unser Workshop-Team zusammengestellt, Themen ausgewählt und grob den Ablauf unseres Workshops vorgeplant. Nun geht es mit der Planung der ersten Übungen los. Bevor Sie sich mit Diskussionen und Gruppenarbeiten mitten in die fachliche Wissensgenerierung begeben, sollten Sie aber noch die Teilnehmenden kennenlernen und das Eis brechen. In diesem Beitrag haben wir für Sie die wichtigsten Warm-Up-Methoden zusammengestellt.

Übersicht:

  • Warum Warm-Ups?
  • Erwartungsabfrage
  • Partnerinterview
  • Blumenspiel
  • Grab Bag
  • Bildassoziation
  • Wie wähle ich aus?

Warum Warm-Ups?

»Icebreaker« sind für den Erfolg eines Workshops von essenzieller Bedeutung, denn sie schaffen den Rahmen für einen konstruktiven, kritischen und kreativen Austausch. Wir bevorzugen Warm-Up-Übungen, die die Teilnehmenden zum Thema hinführen. Mit diesen Methoden brechen Sie nicht nur das Eis, sondern machen sich dabei gleich noch ein Bild zu den Meinungen und zum Wissensstand Ihrer Teilnehmenden. Halten Sie sich dabei mit eigenen Redebeiträgen zurück. Mit einem erfolgreichen Workshop-Warm-Up sollten Sie Ihren Teilnehmenden deutlich signalisieren, dass Sie keinen Vortrag halten werden, sondern einen Workshop leiten möchten, bei dem Sie aktive Mitarbeit erwarten.

Mit den nachfolgenden Übungen können Sie ihre Teilnehmenden aktivieren und sie erste Ideen und Meinungen zum Workshop-Thema austauschen lassen. Die gesammelten Inhalte sollten verschriftlicht und für den Rest des Workshops sichtbar dargestellt werden. So können Sie später zu diesen Inhalten zurückkehren und sie mit neuen Erkenntnissen kontrastieren.

Erwartungsabfrage (10+ Minuten)

Eine Erwartungsabfrage ist schnell gemacht und hilft Ihnen und Ihren Teilnehmenden, bei Vorträgen und Übungen die gemeinsamen Ziele im Auge zu behalten. Weiterer angenehmer Nebeneffekt: Die Nachbetrachtung zum Abschluss des Workshops wird zum Kinderspiel.

Fragen Sie Ihre Teilnehmenden in offener Runde, welche Ergebnisse diese vom Workshop erwarten. Welche Punkte sollen behandelt werden? Halten Sie diese Ergebnisse für alle sichtbar an einem Whiteboard oder an einer Moderationswand fest.

Partnerinterview (Dauer: 15+ Minuten)

Ziel des Partnerinterviews ist, dass sich zwei Teilnehmende austauschen, die bis zu diesem Zeitpunkt wenig oder keinen Kontakt zueinander hatten. So lernen die Teilnehmenden neue Positionen und Meinungen kennen, was im Empathie und ein tiefergehendes Verständnis der Problematik schafft.

Am Anfang dieser Übung müssen sich die Teilnehmenden in Paaren zusammenfinden. Entweder lassen Sie hier den Zufall entscheiden, etwa via Losziehung, oder Sie stellen das Teilnehmerfeld nach soziometrischen Daten auf. »Verkuppeln« können Sie beispielsweise die jüngsten Teilnehmenden mit den ältesten oder die, die am nächsten am Arbeitsort wohnen, mit denen, die die weiteste Anreise haben. Bewährt hat sich auch das Zusammenbringen von Menschen aus verschiedenen Abteilungen oder Hierarchiestufen. Ihrer Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, die Auswahl sollte nur nicht mehr als fünf Minuten Übungszeit in Anspruch nehmen.

Stellen Sie in jedem Fall sicher, dass die Partner sich nicht allzu gut kennen. Die Übung erfüllt nicht ihren Zweck, wenn zwei Freunde miteinander reden, die ähnliche Meinungen zum Thema haben.

Die Interviewpartner sollen sich nun gegenseitig einen Fragenkatalog beantworten. Beginnen Sie mit generellen Vorstellungs-Fragen zum Namen, zur Position in der Firma usw. und werden Sie dann spezifischer. Tipp: Unterschätzen Sie »seichte«, persönliche Fragen nicht. Wenn Sie den Teilnehmenden die Möglichkeit bieten, Details wie ihr liebstes Urlaubsziel oder ihr Lieblingsessen anzugeben, bauen Sie damit Hemmschwellen ab. Die Teilnehmenden sind so im späteren Verlauf des Workshops eher gewillt, Persönliches preiszugeben.

Mit den letzten Fragen des Partnerinterviews sollten Sie vorsichtig in die Thematik einsteigen. Lassen Sie Ihre Teilnehmenden Ihre Meinung zum Thema preisgeben, aber stellen Sie die Fragen so, dass die Antworten nicht zu komplex ausfallen. Im Idealfall sollten sich die Fragen mit einem »Ja« oder »Nein« und zwei oder drei erläuternden Sätzen beantworten lassen. Fragen wie »Finden Sie diese Thematik wichtig? Warum/Warum nicht?« oder »Sind sie der Meinung, dass die Firma in diesem Punkt mehr tun könnte? Warum/Warum nicht?« reichen hier aus.

Am Ende stellen die Teilnehmenden in großer Runde ihre Interviewpartner und deren Meinungen vor. Thematisch relevante Erlebnisse werden gesammelt.

Blumenspiel (20+ Minuten)

Ähnlich wie beim Partnerinterview geht es beim Blumenspiel um einen einleitenden Austausch zwischen mehreren Teilnehmenden, die Gruppen sind hier aber etwas größer. Je nach Workshop-Größe sollten etwa vier bis sieben Teilnehmende eine Gruppe bilden. Für die Zusammenstellung der Gruppen nutzen Sie am besten die Methoden, die wir schon für das Partnerinterview beschrieben haben. Achten Sie darauf, dass in jeder Gruppe eine bunte Mischung verschiedener Hierarchiestufen und Abteilungen vertreten ist.

Bei dieser Übung sitzen oder stehen die Teilnehmer an einem Tisch. In der Mitte zwischen ihnen liegt ein großes Blatt, im Kreis um dieses Blatt liegt für jeden Teilnehmenden eine Moderationskarte. Der Aufbau erinnert an eine Blume: Das Blatt in der Mitte ist der Stempel, die Moderationskarten stellen die Blüten dar.

Starten Sie die Übung mit einer Frage, die später beim Workshop näher erörtert werden soll. Hier gilt: Keine Angst vor schwierigen Problemen oder Kontroversen. Stellen Sie ruhig direkt die für den Workshop zentrale Frage. Die Teilnehmenden stellen sich nun reihum in der Gruppe ihre Meinungen und Lösungsansätze zum Thema vor und schreiben diese auf die »Blüten« vor ihnen. Sind alle Meinungen versammelt, einigt sich die Gruppe auf zentrale Gemeinsamkeiten und schreibt diese in die Mitte auf den »Stempel«.

Sind alle Gruppen mit dieser Diskussion fertig, werden im Plenum die Ergebnisse zusammengetragen und festgehalten.

Grab Bag (15+ Minuten)

Die Grab-Bag-Übung aktiviert die Kreativität der Teilnehmenden wie kaum ein anderes Warm-Up und lässt sich mit etwas Geschick elegant zum Thema hinführen. Assoziative Warm-Up-Methoden wie die Grab-Bag-Übung helfen Ihnen als Workshopleiter zudem, einen schnellen Überblick über die emotionale Lage Ihres Teilnehmerfeldes zu bekommen.

Für diese Übung brauchen Sie einen »Grab Bag«, einen kleinen, undurchsichtigen Beutel voller zufällig ausgewählter Objekte. Diese sollten klein und robust sein. Denken Sie beispielsweise an Spielzeug aus einem Fast-Food-Kindermenü oder aus dem Kaugummiautomaten. Gute Anlaufstellen für solche Objekte sind Ein-Euro-Läden oder Flohmärkte. Damit die Übung funktioniert, sollten Sie mindestens ein Dutzend Objekte sammeln. Die Arbeit lohnt sich: Der Beutel muss nicht an verschiedene Workshop-Themen angepasst werden und kann beim nächsten Workshop wiederverwendet werden.

Suchen Sie sich zur Eröffnung der Übung einen Freiwilligen, der blind ein Objekt aus dem Beutel ziehen soll. Zeigen Sie allen Teilnehmenden das gezogene Objekt und geben Sie Ihnen einige Minuten, um zu überlegen, welchen Bezug dieses Objekt zum Thema des Workshops haben könnte. Die Grab-Bag-Übung soll emotionale Wahrheiten und kreative Ideen erzeugen. Betonen Sie deshalb an dieser Stelle, dass es bei dieser Übung kein »richtig« und »falsch« gibt und dass kreative und assoziative Ideen ausdrücklich erwünscht sind. Haben alle Teilnehmenden eine Idee gefunden, lassen Sie sie reihum vortragen und halten die Ergebnisse fest.

Verbinden Sie nun gemeinsam mit den Teilnehmenden alle Ideen zu einer möglichst kohärenten Mindmap. Dabei entsteht dabei eine Ansammlung von Gedanken, die zwar ungeordnet ist, aber voller kreativer Lösungsansätze und emotionaler Statements steckt.

Bildassoziation (15+ Minuten)

Auf den ersten Blick ist die Bildassoziation dem Grab Bag sehr ähnlich, nur dass eben nicht kleine Objekte, sondern Bilder als assoziative Inputgeber dienen. Der große Unterschied ist ein anderer: Die Teilnehmenden bekommen eine Auswahl an Bildern und wählen sich »ihr« Bild selbst aus.

Für die Übung brauchen Sie etwa ein Dutzend Bilder. Ausschnitte aus Zeitschriften oder Zeitungen reichen vollkommen aus, wenn Sie Bildkarten haben, können Sie diese aber ebenfalls verwenden. Wie beim Grab Bag gilt bei dieser Übung: Je zufälliger Sie diese Auswahl treffen, desto besser. Es kommt nicht darauf an, was genau die Bilder zeigen, sondern darauf, was die Teilnehmenden in diese Bilder hineininterpretieren.

Damit die Übung reibungslos ablaufen kann, sollten Sie die Bilder vor dem Workshop in einigem Abstand zueinander im Raum aufhängen. Ihre Teilnehmenden betrachten zu Beginn ein paar Minuten lang die Bilder und entscheiden sich dann für ein Bild, das sie mit dem Workshop-Thema in Verbindung bringen können. Danach läuft die Bildassoziation genau wie die Grab-Bag-Übung ab: Die Teilnehmenden tragen reihum vor, hinterher werden die Impulse zu einer Mindmap verbunden.

Wie wähle ich aus?

In den meisten Workshop-Situationen bleibt keine Zeit für ein mehr als zwei Übungen umfassendes Warm-Up. Für welche Übungen Sie sich entscheiden, hat vor allem Einfluss auf die spätere Workshop-Atmosphäre. Eher meinungsorientierte Übungen wie Interviews oder das Blumenspiel bereiten die Teilnehmenden auf nachfolgende Diskussionen vor und können unter Umstände sogar eine polarisierte Atmosphäre schaffen, bei denen verschiedene »Lager« versuchen, die anderen von ihren Ansichten zu überzeugen. Eher assoziative Übungen wie die Grab-Bag-Methode schaffen ein weniger restriktives Workshop-Umfeld, in dem Kreativität und unorthodoxes Denken gefördert werden. Beides ist weder gut noch schlecht – es kommt ganz darauf an, was Sie im weiteren Verlauf mit ihren Teilnehmenden vorhaben.

Damit hinterher niemand vom Workshop enttäuscht ist, sollten Sie sich in jedem Fall Zeit für eine Erwartungsabfrage nehmen. Ob Sie die Abfrage zu Beginn des Warm-Ups oder nach einer anderen Übung durchführen, ist Geschmackssache. Manche Workshopleiter sammeln lieber »frische« Erwartungen, während andere die Struktur bevorzugen, die eine erste gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Thema in eine Erwartungsabfrage bringt. Egal, was Sie tun: Nehmen Sie sich die Erwartungen Ihrer Teilnehmenden zu Herzen und geben Sie sich Mühe, die geforderten Themen zu behandeln.

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