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Visuell vortragen mit Andreas Gerhardt: Sitzende Figuren

In der Reihe »Visuell vortragen« stellen wir Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Zeichner Andreas Gerhardt (ideevisuell.de) einfache Zeichenvorlagen vor, mit deren Hilfe Sie Ihre Vorträge ansprechender, aufregender und verständlicher gestalten können.

In der zweiten Ausgabe haben wir Ihnen einige Figuren gezeigt, mit denen Sie unkompliziert verschiedenste Emotionen wie Begeisterung, Angst oder Traurigkeit darstellen können. Im dritten und letzten Teil unserer Reihe geht es um Figuren, die ganz besonders im Zusammenspiel mit den stehenden und emotionalen Figuren Spannung erzeugen. Mit ihnen können Sie nicht nur neue Sachverhalte darstellen, sondern auch mehr Dynamik in Ihre Vorträge bringen. Setzen, bitte!

Übersicht

  • Sitzende Figuren und »Blocking«
  • Zeichentipps
  • Sitzende Figur 1: »Frustriert, Verzweifelt«
  • Sitzende Figur 2: »Entspannt, Gelangweilt«
  • Sitzende Figur 3: »Erschöpft, Ausgebrannt«

Sitzende Figuren und »Blocking«

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Sitzende Figuren sind im Vortrag besonders effektiv, weil Sie sich stark von den bisher in dieser Reihe gezeigten Figuren unterscheiden. Die stehenden und emotionalen Figuren zeigen zwar unterschiedliche Ausdrücke und differenzieren sich durch Details wie Haltung oder Emotionslinien, sie stehen aber beinahe alle auf einer Höhe.

Die sitzenden Figuren sind dagegen nur etwa halb so hoch wie die meisten anderen Figuren. Ein Flipchart-Blatt, auf dem sowohl stehende als auch sitzende Figuren abgebildet sind, zwingt ihr Publikum, verschiedene Höhen zu fokussieren. Der Blick wandert – und unweigerlich befassen sich Ihre Zuschauer mehr mit der Thematik.

Film- und Theaterregisseure machen sich diesen Umstand seit jeher zunutze. Ein abwechslungsreiches »Blocking«, also die Aufstellung der Akteure im Raum, macht eine Szene visuell interessanter und steigert die Aufmerksamkeit des Publikums. Warum sollten Sie diese Technik nicht auch bei Ihren Vorträgen einsetzen?

Zeichentipps

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Auch für die sitzenden Figuren gelten weiterhin die generellen Zeichentipps von Andreas Gerhardt, die Sie in detaillierter Form im ersten Teil dieser Reihe nachlesen können.

Zeichnerisch stellen die sitzenden Figuren eine etwas größere Herausforderung dar, weil insbesondere die Körperlinien kniffliger zu zeichnen sind. Die Linien der sitzenden Figuren sind je nach Körperhaltung deutlich stärker geschwungen und enden nicht wie bisher knapp über dem »Boden.« Darum können Sie die Körperlinien nicht locker von oben nach unten durchziehen.

Andreas Gerhardt empfiehlt, vor der eigentlichen Figur das Objekt zu zeichnen, auf dem die Figur sitzt. Die Körperlinie verbindet danach den Nacken mit dem Knie. Unterschenkel und Fuß schließen an die Körperlinie an. Zeichnen Sie zuletzt Arme, Hände und Emotionslinien. Mit etwas Übung bekommen Sie so auch die sitzenden Figuren sicher in den Griff.

Sitzende Figur 1: »Frustriert, Verzweifelt«

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Diese Figur drückt Frustration und Verzweiflung aus. Der gesenkte Kopf und die zusammengekauerte Haltung suggerieren eine Person, die im wahrsten Sinne des Wortes am Boden ist. Eine solche Figur kann sich in einem Motivationstief befinden, gerade einen schweren Schicksalsschlag verdauen, alternativ aber auch Unwillen zur Veränderung demonstrieren.

Das Beispielbild zeigt sehr schön, wie ein interessantes »Blocking« Bewegung in eine Darstellung bringen kann. Die Entschlossenheit der motivierenden Figur auf der linken Seite bildet vom ersten Blick an einen starken Kontrast zur Verzweiflung unserer sitzenden Figur. Der Sachverhalt wird sofort klar.

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Beim Zeichnen dieser Figur sollten Sie besonders auf den passenden Winkel des Kopfes achten. Nur wenn dieser gesenkt ist und die Person zu Boden sieht, entsteht der Eindruck der Frustration. Eine hufeisenförmige Körperlinie macht die Figur besonders klein und gekrümmt.

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Sitzende Figur 2: »Entspannt, Gelangweilt«

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Mit dieser Figur können Sie je nach Kontext Gelassenheit, Entspannung oder Langeweile darstellen. Eine Figur, die in einem Vortrags-Szenario auf einem Stuhl sitzt, langweilt sich augenscheinlich. Platzieren Sie die Figur dagegen in einer Erfolgssituation, zum Beispiel auf einem beeindruckenden Balkendiagramm, sehen Ihre Zuschauer eine Figur, die sich entspannt ausruht.

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Wenn die Figur nicht auf einem Objekt sitzt, ergibt die Anordnung der Gliedmaßen keinen Sinn. Achten Sie darum darauf, ein Objekt einzuzeichnen, bevor Sie die Figur positionieren. Setzen Sie die Körperlinie weiter oben am Kopf an, als Sie es bei Figur 1 tun würden, damit sie den Kopf nicht herunterhängen lässt. Der Arm bildet eine gerade Linie herunter zu den Beinen, so entsteht ein besonders entspannter Eindruck. Die Person ruht sichtlich.

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Sitzende Figur 3: »Erschöpft, Ausgebrannt«

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Genau genommen haben wir es hier mit zwei Figuren zu tun, die beide mehr oder weniger schwere Erschöpfung ausdrücken können. Die Schwere der Erschöpfung, bis hin zum ausgewachsenen Burn-Out, können Sie selbst über die Emotionslinien bestimmen. Im Beispiel wirkt die rechte Figur erschöpfter als die linke Figur, weil die Emotionslinien sie besorgter wirken lassen.

Verzichten Sie auf Emotionslinien, können Sie mit beiden Figuren auch ein positiv gewertetes »Verschnaufen« darstellen. Vielleicht hat die Figur gerade ein paar besonders arbeitsame Wochen hinter sich und ruht sich nun kurz aus. Die linke Figur macht dabei eine längere, entspannte Pause, während die rechte Figur sich nur kurz ausruht und den Eindruck macht, sie könnte jederzeit wieder loslegen.

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Zeichnerisch sind die Figuren keine große Herausforderung mehr, wenn Sie Figur 1 und 2 bereits gemeistert haben und Andreas Gerhardt beachten. Hände und Ellbogen sollten auf einer Linie mit den Füßen stehen, damit das Abstützen auf dem Boden natürlich aussieht. Die rechte Figur schaut nachdenklich in die Luft. Zeichnen Sie also den Kopf schräg und setzen Sie die Körperlinie mittig an den Kopf an.

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Wenn Sie noch mehr Zeichenvorlagen von Andreas Gerhardt sehen möchten, besuchen Sie ideevisuell.de. Dort finden Sie 25 einfach effektive Figuren für Ihren Vortrag.

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